12. Weltrekord geschafft
Christian Flühr (www.cf-1.net) hat seinen 12. Weltrekord auf Ski geschafft. Am Oberaudorfer Hocheck und Kössener Unterberghorn fuhr er auf Ski in 24 Stunden 53.577 Höhenmeter ab und verbesserte den bisherigen Weltrekord um knapp 7.000 Höhenmeter trotz einer Druckstelle am linken Fuß. Flühr zeigte mit dieser Rekordfahrt, dass er nicht nur lange, sondern auch sehr schnell auf den Ski unterwegs sein kann. Die Spitzengeschwindigkeiten beim Rekord waren über lange Zeit mit denen von Abfahrten im alpinen Weltcup vergleichbar.
Start im ersten Morgenlicht
Bereits sehr früh hieß es Flühr und Team am Dienstag, 13.01.09, aufstehen, denn bereits um 8 Uhr in der Frühe war der Start des Rekordversuchs in Kössen geplant. Mit einer 5-minütigen Verspätung ging es dann an den Start. Nach einer relativ langsamen Startrunde auf der Talabfahrt am Kössener Unterberghorn verschärfte Christian Flühr zunehmend das Tempo auf der rund 4 km langen Abfahrt, die sich im perfekten Zustand präsentierte. Am späten Vormittag fuhr Christian Flühr dann die schnellste Runde mit rund 3 Minuten auf selektiven Hang von Kössen. "Ja, das ist hier irgendwie wie Kitzbühel. Nur dort ist das Rennen nach rund 2 Minuten zu Ende, ich mache das hier rund neun Stunden am Stück und dann folgen nach der Überfahrt noch einmal 14 Stunden in Oberaudorf am Hocheck." Erzählte Flühr bei einer Gondelfahrt. An Material und Team wurden in Kössen höchste Ansprüche gestellt. "Das ist nicht mit Christians Ausdauerrekorden zu vergleichen. Das ist eher Skifahren im Grenzbereich. Wir tauschen Christians Begleiter auf der Piste alle 2 Stunden und die Abfahrt hat wirklich Anspruch mit Sprüngen und Kurven." Berichtete Teamchef und Teamarzt Dr. Christian Schmidt von den Unterschieden zu den anderen Rekordprojekten von Flühr.
Probleme mit dem linken Fuß
Nach insgesamt 39 Abfahrten am Kössener Unterberghorn ging um halb sechs der erste Teil des Rekordversuchs zu Ende. Flühr hatte sein Soll vollkommen erfüllt, denn ursprünglich waren nur 36 Abfahrten geplant, allerdings machte eine Druckstelle ab dem späten Nachmittag dem deutschen Spitzensportler zu schaffen. Der Skirennläufer klagte über starke Schmerzen am linken Fuß, die aber nach der Überfahrt an das Oberaudorfer Hocheck durch einen Skischuhwechsel weitestgehend beseitigt wurden. "Wir haben den harten Rennschuh Christian ausgezogen und durch einen weicheren ersetzt. Christian fährt nun auf einem Serienski weiter anstatt auf einem Weltcupski, um ein wenig Kraft zu sparen. Ansonsten wäre der Rekord in Gefahr." Meinte der stellvertretende Teamchef Walter Mayer nach den Skischuhwechsel. Durch die Schmerzen kam auch der Zeitplan ein wenig durcheinander. Christian Flühr verlor wertvolle Zeit, kämpfte sich aber immer weiter durch die Nacht. 12 Stunden nach dem Start hatte der Deutsche bereits mehr als 35.000 Höhenmeter hinter sich. Die etwas weichere Piste am Oberaudorfer Hocheck, die bis Mitternacht durch den Pistendienst noch einmal frisch präpariert wurde, erleichterte Flühr den Weg in Richtung neuem Rekord.
Härteste Rekordfahrt
Mitten in der Nacht, um kurz nach zwei, war dann der alte Rekord eingestellt. Immer noch feierten zahlreiche Gäste im Apres-Ski-Lokal "Alm-Rausch" an der Talstation der Hocheckbahn und waren Zeuge des neuerlichen Rekords von Flühr. Nach einem kurzen Sektempfang spulte er sein Programm weiter ab. Die Anstrengungen waren ihm aber deutlich anzumerken und es war bereits bei der Einstellung des alten Rekords klar, dass Flühr die avisierten 55.555 Höhenmeter nicht mehr schaffen konnte. Am Mittwochmorgen, 14.01.09, fuhr dann ein sichtlich erschöpfter Skirennläufer um kurz nach 8 Uhr durch das Ziel. 53.577 Höhenmeter standen am Ende auf der Habenseite. Christian Flühr sagte bei der Siegerehrung: "Das ist wahrlich kein Kindergeburtstag. Das ist das Härteste, was ich je auf Ski gemacht habe. Ich bin total müde und fertig. Ich will nur noch ins Bett."
Nach dem Frühstück verschwand Christian Flühr schnell in seinem Hotelzimmer zum Ausschlafen.
Quelle: Pressemeldung WorldrecordSnowWorld@cf-1.net
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