Heiße Zeit für Salmonellen - Im Sommer mehr Lebensmittelvergiftungen

30.06.2010 | Hamburg
Petrus beschert uns endlich den lang ersehnten Sommer. Doch damit beginnt auch die heiße Zeit für manche Krankheitserreger. Nach Angaben der DAK landen in den Sommermonaten etwa doppelt so viele Menschen mit einer Lebensmittelvergiftung im Krankenhaus wie in den Wintermonaten.

Vor allem Salmonellen, Staphylokokken und Campylobacter verursachen Erbrechen, Durchfall und Bauchkrämpfe oder Kopfschmerzen und Fieber. Besonders gefährdet sind Kinder, Senioren, Kranke und Schwangere.

"Fleisch, Fisch, Eierspeisen und Milchprodukte sind optimale Nährböden für Mikroorganismen. Bei höheren Temperaturen und einer hohen Luftfeuchtigkeit vermehren sie sich explosionsartig", erläutert Silke Willms, Ernährungswissenschaftlerin bei der DAK. Falsch gelagert sind diese Lebensmittel im Sommer daher schnell verdorben. Eine nachträgliche Kühlung rettet sie nicht. Willms warnt vor Speisen, die rohes Ei enthalten oder nicht gekocht werden können: "Von Tiramisu, Tatar oder Sushi lässt man an heißen Tagen besser die Finger." Beispielsweise Salmonellen werden erst bei 10-minütigem Kochen auf 75 Grad abgetötet - diese Temperatur muss auch im Inneren der Speisen so lange wirken.

Einige einfache Hygieneregeln mindern jedoch die Gefahr, sich eine Lebensmittelvergiftung einzufangen. "An warmen Tagen gehören die Einkäufe schnellstmöglich in den Kühlschrank. Die Temperatur des Kühlschranks sollte maximal 7 Grad betragen", rät DAK-Expertin Silke Willms. Fleisch und Fisch müssen gut durchgebraten werden. Zudem sollen Küchengeräte und Hände nach jedem Arbeitsgang gründlich gereinigt werden, damit keine Keime auf andere Produkte übertragen werden. Spül- und Geschirrtücher, Schwämme und Bürsten sind Tummelplätze für Mikroorganismen. Daher gilt: Die Tücher häufig wechseln und bei 60 Grad waschen, Schwämme und Bürsten gut ausspülen und trocknen lassen und Bürsten in der Spülmaschine reinigen.

Wen es dennoch erwischt, der sollte vor allem viel trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen - auch wenn einem nicht danach ist. Silke Willms von der DAK empfiehlt, immer wieder kleine Schlucke Fenchel- oder Kamillentee zu trinken, den Tee leicht zu süßen (20 g Zucker auf 1 Liter) sowie eine Prise Salz dazuzugeben. Denn die Wirkstoffe der Heilplanzen beruhigen die Magen- und Darmschleimhaut. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden unbedingt zum Arzt gehen. Kleine Kinder trocknen bei Durchfall und Erbrechen besonders schnell aus, daher gehören sie besser gleich zum Arzt.

Quelle: Pressemeldung D A K - Unternehmen Leben

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