Neues Exponat in der Ausstellung zum Deutschen Zukunftspreis im Deutschen Museum
Dr. Hans-Jürgen Wolff, Abteilungsleiter im Bundespräsidialamt, und der Generaldirektor des Deutschen Museums, Prof. Dr. Wolfgang M. Heckl, präsentierten das neue Ausstellungsmodul in Anwesenheit zahlreicher Gäste auch aus den Entwicklerteams.
Dr. Wolff verwies auf die Erwartungen, die Bundespräsident Horst Köhler schon bei der Eröffnung der Ausstellung formuliert hatte: Eine Zielsetzung der Präsentation im Museum - wie des Deutschen Zukunftspreises insgesamt - ist es, junge Menschen für Naturwissenschaft und Technik zu begeistern. Deutschland braucht Erfinder und Entwickler, Menschen die forschen, konstruieren und umsetzen und so die Voraussetzungen dafür schaffen, dass Deutschland sich den Herausforderungen der Zukunft erfolgreich stellen kann.
Generaldirektor Prof. Heckl stellte fest, dass die Preisträger das sehr wohl verstanden hätten: Der Physik-Leistungskurs der Klasse 12 des Albert Einstein Gymnasiums in Reutlingen war vom Preisträgerteam zur Veranstaltung eingeladen worden und werde das Museum sicher mit neuen Eindrücken verlassen. Prof. Heckl betonte die große Beliebtheit der Ausstellung zum Deutschen Zukunftspreis insbesondere bei den jugendlichen Besuchern, die vom innovativen Ausstellungsdesign und den verschiedenen Zugangs-möglichkeiten zu Themen der aktuellen Forschung und Technik begeistert sind. In Kürze werde dann auch der große neue Bereich des Museums, das Zentrum Neue Technologien (ZNT), eröffnet werden, das mit der Ausstellung zum Deutschen Zukunftspreis eine inhaltliche und räumliche Einheit bildet. Im ZNT entsteht aus der Verknüpfung einer dauerhaften Kernausstellung zur Nano- und Biotechnologie mit aktuellen Wechselausstellungen, Labors und einem Veranstaltungsforum ein einmaliger Ort der Begegnung von Wissenschaft, Technik und Öffentlichkeit, dessen Strukturen und Angeboten gerade für junge Leute wieder besonders attraktiv sind.
Mit der Umsetzung der Preisträgerarbeit wird heute ein neues Highlight in die Ausstellung zum Deutschen Zukunftspreis integriert. Den Preisträgern gelang es durch verschiedene Verfahrensschritte, mikro-mechanische Sensoren so klein, kostengünstig und stromsparend herzustellen, dass sie nun in Produkten der Konsumgüterindustrie Anwendung finden können, so in Handys, Laptops oder Spielkonsolen.
Sensoren sind "elektronische Sinnesorgane"; sie messen physikalische Größen, wie Druck oder Beschleunigung. Die Eigenschaften der Sensoren werden im Ausstellungsmodul durch ein kinetisches Objekt, das vom Besucher selbst gesteuert wird, sichtbar gemacht. Die zum Modul gehörige Vitrine zeigt die einzelnen Schritte in der Entwicklung der Sensoren - beginnend mit den heute groß wirkenden, feinmechanischen Beschleunigungssensoren aus den 1980er Jahren, wie sie in der ersten Airbags und dem ABS verwendet wurden, bis zum bis zum heutigen winzigen mikromechanischen Sensor.
Insgesamt sind zehn der seit 1997 mit dem Deutschen Zukunftspreis ausgezeichneten Innovationen in der aufwendig gestalteten Dauerausstellung im Deutschen Museum in München zu erleben. Der Weg von der Idee zum Produkt wird in Form klassischer Exponate, multimedialer Umsetzungen oder mit Hands-on Experimenten veranschaulicht. Die wirtschaftliche Relevanz der Projekte - eine Voraussetzung für die Auszeichnung mit dem Preis - wird in der zum Modul gehörigen Medienstation durch eine Animation verdeutlicht.
Nicht nur herausragende Innovationen, sondern auch die Menschen "dahinter", die als Forscher und Entwickler mit ihrer Arbeit Deutschland voranbringen, werden in der Münchner Ausstellung vorgestellt. In dieser modernen "Hall of Fame" geschieht das durch großformatige Schwarzweiß-Fotografien der Preisträger, die im bewussten Kontrast zur Farbigkeit der Ausstellung stehen. Ebenso schwarzweiß gehaltene Videostatements der Laureaten zeigen deren Lebenseinstellung und Erfahrungen und ermöglichen dem Besucher eine weitere Annäherung an die Personen.
Die Ausstellung zum Deutschen Zukunftspreis wird durch vielfältige Aktivitäten im Deutschen Museum begleitet. Im Rahmen der Vortragsreihe "Wissenschaft für jedermann" haben beispielsweise die Zukunftspreisträger Prof. Hell, Dr. Tarumi und Dr. Streubel, Frau Prof. Kula und Dr. Marek ihre Projekte vorgestellt. Im Herbst werden die für den Deutschen Zukunftspreis 2009 vorgeschlagenen Teams ihre Arbeiten in München präsentieren.
Quelle: Pressemeldung Deutsches Museum Pressestelle
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