Der Steigerwald Panoramaweg: Einer der schönsten Wanderwege durch Franken

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Der Steigerwald Panoramaweg führt 160 Kilometer weit durch schönste Naturlandschaften, vorbei an urigen Dörfern und geschichtsträchtigen Burgen und Schlössern.

Der Steigerwald Panoramaweg in 9 Etappen

Der Steigerwald Panoramaweg verläuft auf 160 Kilometern von der historischen Stadt Bad Windsheim bis in die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stadt Bamberg. Er gilt mit seinen guten Wegen, übersichtlichen Beschilderungen und wanderfreundlichem Ausbau als ausgesprochen moderner Wanderweg, und wurde sogar zum vierten Mal von „Wanderbares Deutschland“ zum zertifizierten Qualitätswanderweg ernannt. Dabei bietet der Steigerwald Panoramaweg alles, was das Herz eines Wanderers höherschlagen lässt.

So führen seine Traumpfade nicht nur durch tiefe, mit alten Bäumen und seltenen Wildblumen bewachsene Wälder, vorbei an einsamen Lichtungen, welche an Aussichtspunkten mit atemberaubender Fernsicht münden. Seine Wege führen ebenso durch urige Dörfer, vorbei an 1000 Jahre alten Burgruinen, geschichtsträchtigen Klöstern und märchenhaften Schlössern.

Es wird empfohlen, den Steigerwald Panoramaweg in 9 Etappen zu laufen. Dabei können die Touren, dank der zweiseitigen Beschilderung, in beide Richtungen gelaufen werden. Es sind sowohl Touren von Bad Windsheim nach Bamberg, als auch andersherum möglich.

Der Panoramaweg (1von3) – Ein Mann unterwegs!

Etappe 1: Bad Windsheim nach Herbolzheim

Länge: 12,00 km
Gehzeit: 3:15 Std

  • Was gibt es zu entdecken?
    Start der Wanderung auf dem Steigerwald Panoramaweg ist Bad Winzheim. Bereits hier lohnt sich eine Besichtigung der historischen Altstadt, der Franken-Therme und des Fränkischen Freilandmuseums. Links des Bahnhofs sind bereits Beschilderungen mit der Aufschrift „Zugang zum Panoramaweg“ zu finden. Dieser führt in nördlicher Richtung aus Bad Windsheim durch den liebevoll gestalteten Kurpark hinaus.Der weitere Weg führt durch eine flache Landschaft an Feldern und Weisen vorbei bis zum Naturschutzgebiet Gräfholz, welches von einsamen Waldpfaden und dem Gezwitscher unzähliger Vogelarten durchdrungen wird. Nach einer Weile wird das Weindorf Obertief erreicht und lädt zum Verweilen ein. Weiter geht es Richtung Kehrenberg, welcher vor allem im Sommer mit wilden Orchideen und seltenen Schmetterlingen bedeckt ist. Bald darauf erhebt sich die schöne Stadt Herbolzheim zwischen Waldhängen und Weinbergen empor und beenden damit die erste Etappe.

Etappe 2: Herbolzheim nach Bullenheim

Länge: 14,2 km
Gehzeit: 3:45 Std

  • Was gibt es zu entdecken?
    Die zweite Etappe des Steigerwald Panoramaweges führt von Herbolzheim nach Bullenheim durch ein riesiges zusammenhängendes Waldgebiet hindurch. Zwischen uralten Bäumen, neben verwunschenen Pfaden, befinden sich auf dieser Etappe die zwei höchsten Berge des Steigerwaldes.Der 498,5 Meter hohe Scheinberg und der 498 Meter hohe Hohenlandsberg. Hier oben können Wanderer neben einer fantastischen Aussicht die viele Jahrhunderte alte Burgruine Hohenlandsberg besichtigen. Auch das nahegelegene Schloss Frankenberg aus dem Jahre 1254 gehört zu den Highlights dieses Weges.Auf dem Bullenheimer Berg, nahe dem Etappenziel Bullenheim, kann neben einem fantastisch gelegenen Aussichtsturm auch eine über 500 Jahre alte Kapelle besichtigt werden. Hier siedelten bereits die Kelten.
Etappe 3 führt von Bullenheim über den Bullenberg in die historische Weinstadt Iphofen.

Etappe 3 führt von Bullenheim über den Bullenberg in die historische Weinstadt Iphofen.(#01)

Etappe 3: Bullenheim nach Iphofen

Länge: 19,5 km
Gehzeit: 5:15 Std

  • Was gibt es zu entdecken?
    Etappe 3 führt von Bullenheim über den Bullenberg in die historische Weinstadt Iphofen. Der Weg führt durch eine kurze Waldpassage hindurch und verläuft im Anschluss in eine vielfältig Natur- und Kulturlandschaft, vorbei an weiten Wiesen, bestellten Feldern und voll bewachsenen Weinhängen, begleitet von märchenhaften Panoramaaussichten. Ein weiteres Highlight der Etappe sind historische Dörfer wie Hüttenheim, Mönchsondheim oder auch Markt Einersheim.Neben der Besichtigung sehenswerter Baudenkmäler, bieten sich dort verschiedene Lokalitäten zur Rast und Einkehr an. Gleiches hat auch das Etappenziel Iphofen zu bieten. Die Stadt gehört zu den bekanntesten Weinanbaugebieten in Franken. Besonders sehenswert sind der historische Marktplatz und das gleichermaßen beeindruckende wie berühmte Rödelseer Tor.

Etappe 4: Iphofen nach Abtswind

Länge: 16,4 km
Gehzeit: 4:15 Std

  • Was gibt es zu entdecken?
    Etappe 4 führt bergauf und bergab durch den dicht bewaldeten Steigerwalder Bergkamm von Iphofen nach Abtswind. Hier ist Schloss Schwanberg, auf einem vorgelagerten Bergsporn stehend, bereits vom weiten zu erkennen. Das Schloss Café lädt zu Kaffee und Kuchen ein, und der liebevoll gestaltete Schlosspark zu einem Spaziergang. Von Schloss Schwanberg geht es auf einem schattigen Waldpfad weiter bis zur ehemaligen Fürstenresidenz Castell auf dem Schlossberg, welches eine herrliche Aussicht auf die umliegenden Weinberge bietet.Weiter führt der Steigerwald Panoramaweg durch dichte Wälder und leuchtende Lichtungen, bis sich kurz vor Erreichen des Etappenziels Abtswind, eins der schönsten Aussichten des Steigerwaldes, mit Weitblick bis zur Röhn und nach Thüringen eröffnet, der Aussichtspunkt Frankenblick.

Video: KLOSTER EBRACH – Abteikirche

Etappe 5: Abtswind nach Ebrach

Länge: 16,4 km
Gehzeit: 4:15 Std

    • Was gibt es zu entdecken?
      Die 5. Etappe führt von Abtswind, durch größtenteils unberührte Naturlandschaften und riesige naturbelassene Buchenwaldgebiete, in die malerische Klosterstadt Ebrach. Über einen Bergkamm schlängelt sich der Steigerwald Panoramaweg zunächst entlang verwunschener Pfade durch dichte Wälder.Die einzige Einkehrmöglichkeit ist das Dorf Gräfenneuses. Von dort geht es weiter, am beeindruckenden Aussichtspunkt Frankenpanorama vorbei, durch märchenhafte Buchenwälder hindurch. Kurz vor dem Erreichen des Etappenziels Ebrach folgt der Weg dem Bergkamm hinunter. Die dichten Wälder weichen sanften Wiesenlandschaften, welche in das Naturschutzgebiet Weihergrund, kurz vor Ebrach, münden. In Ebrach selbst empfiehlt sich eine Besichtigung des beeindruckenden Kloster Ebrach.

Etappe 6: Ebrach nach Michelau

Länge: 15,4 Km
Gehzeit: 4:00 Std

      • Was gibt es zu entdecken?
        Etappe 6 führt durch besonders abwechslungsreiche Landschaften, von der Klosterstadt Ebrach in die kleine Gemeinde Michelau. Richtung Westen führt der Weg von Pfistersee in den Handthalgrund hinunter, welcher von uralten Buchen umsäumt, zwischen Teichen und Weihern hindurch verläuft, bis er zurück in den Bergkamm des Steigerwaldes und endlos scheinenden Buchenwäldern mündet. Darauf folgt der Abstieg ins Handthal.Ein perfekter Ort für eine kleine Rast, bevor der Aufstieg in Richtung des höchsten Weinberges ganz Frankens, dem Stollberg, folgt. Dort oben steht die alte Burgruine Stollburg vor einer wahren Panoramasicht auf das Tal. Von dort schlängelt sich der Weg durch dichten Wald hinab ins Tal, an Feldwegen entlang nach Michelau.

Video: Harte Arbeit, feinste Kunst – Im Deutschen Korbmuseum Michelau

Etappe 7: Michelau nach Eschenau

Länge: 19,00 Km
Gehzeit: 5:15 Std

      • Was gibt es zu entdecken?
        Etappe 7 führt von Michelau in das Dorf Eschenau. Durch Weinberge hindurch führt der Weg von Eschenau zurück auf den Bergkamm des Steigerwaldes. Der von dichten Buchenwäldern bewachsene Pfad führt bei sanftem Aufstieg zum Aussichtsturm Zabelstein hinauf.Dort erwartet Wanderer neben einer Burgruine die vielleicht schönste Aussicht des gesamten Steigerwald Panoramaweges. Von Zabelstein folgt der Abstieg zunächst durch verwunschene Waldpfade, und nach Erreichen des Waldrandes durch endlos geschwungene Wiesenlandschaften hindurch, bis nach Eschenau.

Etappe 8: Eschenau nach Eltmann am Main

Länge: 23,7 km
Gehzeit: 6:15 Std

      • Was gibt es zu entdecken:
        Auf der 8. Etappe von Eschenau nach Eltmann, führt der Weg in regelmäßigen Abständen an Spuren der keltischen Siedler aus der Zeit zwischen 200 und 2000 vor Chr. vorbei. Von Eschenau aus wird der steile Weg zum Großen Knetzberg angetreten, dessen Berghänge über den sogenannten Silbersattel zum Kleinen Knetzberg führen. Der Pfad schlängelt sich hinab durch die Stadt Zell am Ebersberg hindurch, wieder hinauf zum Schlossberg, wo der Weg zurück in den Wald driftet und rund um den aussichtsreichen Seeberg entlangführt.Nach der Mündung des Seebachs in die Aurach verläuft der Weg entlang des Baches bis nach Tretzendorf, von wo aus es Richtung Norden, durch endlose Weinberge und kleine Waldstücke hindurch, zu einem Aussichtspunkt geht. Dort oben liegen dem Wanderer die Stadt Eltmann und der blaue Main zu Füßen. Von Eltmann besteht auch die Möglichkeit, Schloss Ebelsbach zu besichtigen. Das beeindruckende Schloss Ebelsbach ist eine Renaissanceanlage inmitten der urigen Altstadt Ebelsbach
Die 9. und damit letzte Etappe führt von Eltmann in die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stadt Bamberg.

Die 9. und damit letzte Etappe führt von Eltmann in die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stadt Bamberg.(#02)

Etappe 9: Eltmann am Main nach Bamberg

Länge: 24,7 km
Gehzeit: 7:00 Std

      • Was gibt es zu entdecken?
        Die 9. und damit letzte Etappe führt von Eltmann in die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörende Stadt Bamberg. Die letzte Etappe ist mit 27 Kilometern auch die längste. Von Eltmann aus führt der Panoramaweg zur Wallburg hinauf, den bewaldeten Bergkamm in Richtung Osten, durch immer lichter werdende Buchenwälder hindurch, bis nach Roßstadt. Von dort aus führt ein mit malerischen Aussichten versehener Höhenweg durch kurze Waldabschnitte, vorbei an weiten Feldern und sattgrünen Wiesen und durch den letzten Buchenwald der Wanderung hindurch.Dem letzten Waldesrand des Weges liegt die historisch beeindruckende Stadt Bamberg zu Füßen. Es empfiehlt sich unbedingt, durch die Stadt zu wandern und ihre uralten Häuser und Bauten auf sich wirken zu lassen. Die historische Innenstadt Bambergs wurde im Krieg nicht zerstört und ist bis heute perfekt erhalten.Hier endet eine Reise, entlang des zu den schönsten Wanderwegen Deutschlands zählenden Steigerwald Panoramaweg, in einer der beeindrucktesten Ortschaften des ganzen Landes.
        Die Website des Steigerwald Panoramaweg bietet viele weitere Informationen rund um den Weg und die Wanderung:

Ein hervorragender, von Konrad Lechner von der Zeitschrift Wandermagazin geschriebener Pocket Guide, bietet Interessenten kostenlos alle wissenswerten Informationen zum Steigerwald Panoramaweg und den einzelnen Etappen.

Der Pocket Guide steht auf der Website des Weges zum kostenlosen Download zur Verfügung:

Weitere Fragen oder Anregungen können an den Tourismusverband Steigerwald vor Ort, telefonisch oder per Email gerichtet werden:
Tourismusverband Steigerwald
Hauptstraße 1
91443 Scheinfeld
Telefon: 09161-921500
E-Mail: info@steigerwald-info.de
Website: www.steigerwald-info.de

Der Steigerwald Panoramaweg kann grundsätzlich zu jeder Jahreszeit beschritten werden. Sowohl der Frühling, Sommer, Herbst und auch der Winter haben ihren Reiz und bieten Wanderern unterschiedlichste Eindrücke und Gegebenheiten.

Der Steigerwald Panoramaweg kann grundsätzlich zu jeder Jahreszeit beschritten werden. Sowohl der Frühling, Sommer, Herbst und auch der Winter haben ihren Reiz und bieten Wanderern unterschiedlichste Eindrücke und Gegebenheiten.(#03)

Die beste Jahreszeit für eine Wanderung auf dem Steigerwald Panoramaweg

Der Steigerwald Panoramaweg kann grundsätzlich zu jeder Jahreszeit beschritten werden. Sowohl der Frühling, Sommer, Herbst und auch der Winter haben ihren Reiz und bieten Wanderern unterschiedlichste Eindrücke und Gegebenheiten. Wichtig sind gute wettertaugliche Kleidung und festes Schuhwerk.

Als besonderen Tipp nennt der Autor des Steigerwald Panoramaweg Pocket Guide die Zeit des frühen Frühjahrs, kurz vor der Entfaltung des Laubwaldes. Zu dieser Zeit bedecken bereits viele bunte Frühjahrsblumen den Waldboden, welcher aufgrund der noch kahlen Äste von der Sonne geküsst wird. Ein bombastisches Farbenspiel entwickelt die gesamte Wanderregion auch im Herbst, wenn nicht nur das Laub der Bäume alle Töne des Feuers annimmt, sondern auch die unzähligen Weinhänge leuchtend wie Lava in der weiten Landschaft glühen.

Familienurlaub auf dem Steigerwald Panoramaweg

Der Steigerwald Panoramaweg ist ein recht einfach zu begehender Weg, welcher keineswegs ausschließlich Leistungssportlern zugänglich ist. Die Steigungen erreichen maximal 498 Meter. Alle Wege sind perfekt ausgeschildert, und zahlreiche Dörfer bieten Möglichkeiten zur Einkehr und Entspannung. Ein wenig Kondition und Lust an der Bewegung sollten sowohl Eltern, als auch standfeste und nicht zu kleine Kinder mitbringen.

Wenn alle Familienmitglieder die körperliche Vorrausetzung für die Begehung des Weges mitbringen, ist er ideal für eine erholsame und abenteuerliche Familienreise geeignet. Sind die Kinder noch zu klein, um alle 9 Etappen mitzulaufen, bietet sich alternativ auch an, den Weg nicht komplett, sondern in Teiletappen zu laufen.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: Syda Productions -#01: Volker Rauch  -#02: _ LaMiaFotografia-#03: Maridav

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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