Innovative Tierbrücke verbindet alte Bäume und schont Eichhörnchenpopulation urban

0

Am 14. April 2026 arbeiteten aktion tier und die Fachleute des Grünflächenamts Marzahn-Hellersdorf gemeinsam an einer Artenschutzmaßnahme in Mahlsdorf: Ein reißfestes, vier Zentimeter starkes Spezialseil verbindet zwei Straßenbäume über die Kohlisstraße am Park am Körnerteich. Schutzschlaufen schonen die Rinde und ein kontrollierter Seildurchhang bietet Bewegungsfreiheit. Futterboxen mit Nüssen und eine stationäre Wildkamera locken Eichhörnchen an und dokumentieren nachhaltig ihre sichere Passage. Sie dient der wissenschaftlichen Auswertung und fördert das Umweltbewusstsein.

Park am Körnerteich erhält neue luftige Verbindung für Eichhörnchenverkehr

Die Installation eines Eichhörnchenseils über der Kohlisstraße am 14. April 2026 erfolgte durch aktion tier in Kooperation mit dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf. Eine Arbeitsbühne des Grünflächenamts sowie erfahrene Fachkräfte unterstützten die Maßnahme, sodass Seilexperte Alex Geist binnen weniger Stunden das witterungsbeständige Spezialseil zwischen zwei Straßenbäumen in etwa neun Metern Höhe anbringen konnte. Durch präzise Vorbereitung und sicheren Aufbau trägt das Projekt zur Unfallvermeidung städtischer Eichhörnchen bei und fördert nachhaltig ökologische Vernetzung.

Kontrollierter Durchhang ermöglicht natürliche Baumbewegung und bewahrt die Baumborke

Mit einem Durchmesser von ungefähr vier Zentimetern wirkt das Seil wie naturbelassenes Hanfmaterial, ist jedoch speziell behandelt. Hohe Reißfestigkeit und Witterungsstabilität gewährleisten dauerhafte Sicherheit. Die Befestigung erfolgte in neun Metern Höhe zwischen zwei Straßenbäumen, wobei eine professionelle Arbeitsbühne zum Einsatz kam. Spezielle Schutzmanschetten verhindern direkte Belastung der Rinde. Der eingestellte Durchhang steht im optimalen Verhältnis zur Baumbewegung im Wind und reduziert Spannungen effektiv und stellt so dauerhafte Funktionalität und Sicherheit.

Alter Baumbestand mit Weide, Erle, Birke bietet vielfältige Klettermöglichkeiten

Das Habitat am Park am Körnerteich wurde extra ausgewählt, da Bäume wie Rotbuche, Weide, Erle, Eiche, Birke, Linde und Ahorn eine abwechslungsreiche Kletterlandschaft und natürlichen Unterschlupf bereitstellen. Im angrenzenden Uhlenforst bietet dichter Baumbestand zusätzliche Deckung und vernetzte Habitate. Parallel dazu stellt das Feuchtbiotop rund um den Teich eine konstante Nahrungsquelle für Eichhörnchen dar. Ergänzt werden diese Strukturen durch strukturreiche Hausgärten in unmittelbarer Umgebung und sie steigern vielfältig die Artenvielfalt nachhaltig.

Lockfütterung mit Nusskernen fördert Brückennutzung, Kamera dokumentiert erste Ergebnisse

An den beiden Verankerungspunkten des Schutzseils wurden stabile Futterspender montiert, bestückt mit einer sorgfältig zusammengestellten Mischung aus Hasel- und Walnüssen sowie Sonnenblumenkernen. Eine engagierte Anwohnerin füllt die Behälter nach einem festen Turnus, um die Eichhörnchen systematisch an das neue Querungsangebot zu gewöhnen. Eine dauerhaft installierte Wildkamera erfasst ab der ersten Nutzung Bild- und Videodaten. Zwei informative Hinweistafeln vor Ort erläutern interessierten Passanten Projektablauf, Zweck und erwartete Erfolge im vorbeugenden Artenschutz.

Einfache Querungshilfen retten Eichhörnchen im urbanen Verkehr dauerhaft erfolgreich

aktion tier unterhält seit über zehn Jahren an stark befahrenen Stadtstraßen in Berlin und München spezielle Eichhörnchenbrücken. Durch systematische Dokumentation der Durchgänge mit Wildkameras und automatischer Zählung ergaben sich belastbare Nutzungszahlen. Parallel lieferte die Auswertung keine Hinweise auf verunglückte Tiere. Auf Grundlage dieser langjährigen Erfahrung empfehlen Fachstellen die Nachrüstung simpler Seilquerungen zur Unfallvermeidung und zur Stärkung des städtischen Artenschutzes sowie zur Förderung ökologischer Netzwerke im urbanen Lebensraum effizient kostengünstig nachhaltig.

In Mahlsdorf überspannt ein vier Zentimeter starkes, reißfestes witterungsbeständiges Seil die Kohlisstraße und bildet so eine Eichhörnchenbrücke, die technische Raffinesse mit ökologischem Nutzen vereint. Spezielle Baumschutzschlaufen bewahren Rindenintegrität, während ein kontrollierter Seildurchhang natürliche Baumbewegungen berücksichtigt. Ergänzt durch Futterkästchen und eine installierte Wildkamera, ermöglicht die Konstruktion dauerhaft Tracking und ausführliche Datenerhebung. Zwei ansprechende Infotafeln erläutern Anwohnern und Passanten Aufbau und Zielsetzung. Das Projekt dient als inspirierendes Vorbild für weitere urbane Artenschutzmaßnahmen.

Lassen Sie eine Antwort hier