Arbeiten im Hotelberuf: Erfolgreicher mit den richtigen Soft Skills

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Bei der Bewerbung um Hotelberuf kommt es nicht nur auf die fachliche Kompetenz an, sondern auch auf die gefragten Soft Skills. Es geht um den Umgang mit anderen Menschen und mit sich selbst.

Soft Skills für den Hotelberuf: Darauf achten Unternehmen

Wenn eine Bewerbung für einen Hotelberuf erfolgreich sein soll, kommt es nicht nur auf die Hard Skills, also die fachliche Kompetenz, an. Unternehmen achten mehr und mehr auf fachübergreifende Kompetenzen, die in den gefragten Soft Skills gebündelt werden. Arbeitgeber wollen wissen, wie es um die Teamfähigkeit ihrer Bewerber bestellt ist und welche sozialen Fähigkeiten sie haben. Auch der Umgang mit sich selbst spielt dabei eine Rolle. Welcher Bewerber ist in der Lage, aktiv vom Stress im Job abzuschalten, sucht sich beispielsweise neue Inliner aus und fährt zum Ausgleich eine Runde? Wer hat welches Hobby, womit stärkt der Bewerber sich selbst? Personaler wünschen sich Bewerber, die auf eine ausgewogene Mischung aus Stress und Entspannung setzen, deren Work-Life-Balance einfach gut ist.


Diese Soft Skills sind im Hotelberuf gefragt

Mit dem Begriff „Soft Skills“ ist nichts Außergewöhnliches gemeint. Damit werden lediglich die sozialen Kompetenzen eines Menschen bezeichnet: Wie nett ist er im Umgang mit seinen Mitmenschen, wie hilfsbereit und wie kompromissbereit?

Vor allem in einem Hotelberuf, in dem naturgemäß ein stetiger Umgang mit anderen Menschen gepflegt wird, sind die sozialen Kompetenzen gefragt. Rücksichtslosigkeit, Arroganz und Distanziertheit hingegen sind nicht erwünscht und mehr als hinderlich auf dem Weg zum Erfolg.

So kommt es auch, dass Chefs bei Beförderungen mitunter einen fachlich weniger kompetenten Mitarbeiter bedenken, weil dieser besser mit Menschen umgehen kann. Gleichzeitig sind soziale Fähigkeiten nicht alles, auch das Fachliche muss stimmen. Folglich sind die Bewerber am stärksten gefragt, die sowohl Hard als auch Soft Skills mitbringen.

Wer in einem Hotelberuf arbeiten möchte, sollte vor allem diese Soft Skills vorweisen können:

    • Kompetenz im Umgang mit den Gästen

      Die Gäste stehen im Mittelpunkt, jegliches Handeln muss auf deren Zufriedenheit abzielen.

    • Fähigkeit zur Vernetzung

      Wer in einem Hotelberuf arbeitet, muss sich mit anderen vernetzen können. Es geht nicht darum, in andere Jobs zu wechseln, sondern Kunden zu Stammkunden werden zu lassen.

    • Kommunikationsfähigkeiten

      Die Gäste eines Hotels unterscheiden sich in ihrer Herkunft, ihrem Alter, ihrer Nationalität und ihrer Persönlichkeit. Mit allen muss höflich und zuvorkommend kommuniziert werden. Wer im Hotel arbeitet, braucht starke kommunikative Fähigkeiten und manchmal Nerven wie Drahtseile.

Im Hotel arbeitet niemand allein. Immer steht ein ganzes Team dahinter, was dafür sorgt, dass die Abläufe im Hotel reibungslos funktionieren und die Gäste zufrieden sind. ( Foto: Adobe Stock- luckybusiness)

Im Hotel arbeitet niemand allein. Immer steht ein ganzes Team dahinter, was dafür sorgt, dass die Abläufe im Hotel reibungslos funktionieren und die Gäste zufrieden sind. ( Foto: Adobe Stock- luckybusiness)

  • Sprachliche Fähigkeiten

    Mit der Muttersprache allein kommt niemand weit. Mindestens Englisch sollte perfekt beherrscht werden, je nach Lage des Hotels auch eine weitere Sprache.

    • Teamfähigkeit

      Im Hotel arbeitet niemand allein. Immer steht ein ganzes Team dahinter, was dafür sorgt, dass die Abläufe im Hotel reibungslos funktionieren und die Gäste zufrieden sind. In dieses Team sollte sich jeder hineinfinden können.

    • Hohe Flexibilität

      Wer im Hotel tätig ist, muss unbedingt besonders flexibel sein. Das gilt nicht nur für die Arbeitszeiten, die auch nachts oder am Wochenende sein können, sondern auch für die Arbeit mit anderen Angestellten. Es muss oft schnell von einer Aufgabe zur anderen gewechselt werden, dies sollte kein Problem darstellen.

    • Organisationstalent

      Oft geht es im Hotel drunter und drüber. Hier sollte ein Angestellter den Überblick behalten können und auch angesichts des größten Chaos ruhig bleiben. Die spontane Reaktion auf neue Aufgaben sollte kein Problem darstellen, der Rest wird „drumherum“ organisiert.

Die Gäste stehen im Mittelpunkt, jegliches Handeln muss auf deren Zufriedenheit abzielen. (Foto: Adobe Stock-DC Studio)

Die Gäste stehen im Mittelpunkt, jegliches Handeln muss auf deren Zufriedenheit abzielen. (Foto: Adobe Stock-DC Studio)

  • Engagement

    Zu den wichtigsten Soft Skills im Beruf und insbesondere in einem Hotelberuf gehört das persönliche Engagement. Die Arbeit ist sehr anspruchsvoll und muss täglich aufs Neue motiviert und tatkräftig angegangen werden.

  • Stressresistenz

    Im Hotel geht es meist stressig zu. Ein Hotelangestellter sollte daher mit Stress kein Problem haben und immer noch in der Lage sein, motiviert und zielgerichtet zu agieren. Die Stressresistenz ist gefragt, auch Multitasking-Fähigkeiten sind wichtig.

  • Kulturelle Fähigkeiten

    In einem Hotelberuf werden die Menschen mit Gästen unterschiedlicher Kulturen konfrontiert. Eine Abneigung gegen die eine oder andere Kultur ist fehl am Platze.

    Jobangehörige sollten in der Lage sein, sich mit neuen Kulturen auseinanderzusetzen und offen auf Angehörige dieser Kulturen zugehen. Generell ist Vorurteilsfreiheit gefragt.


Soft Skills bei der Bewerbung für einen Beruf im Hotel

Schon in der schriftlichen Bewerbung für einen Hotelberuf sollte versucht werden, mit Soft Skills zu überzeugen. Dabei geht es nicht um eine bloße Auflistung à la „Ich bin teamfähig, motiviert und kommunikationsstark.“, sondern diese Fähigkeiten sollten umschrieben und bestenfalls mit Beispielen belegt werden.

Wer sich erst für eine Ausbildung bewirbt, hat es an dieser Stelle natürlich schwerer, denn es ist zu dem Zeitpunkt in der Regel noch nicht möglich, auf Erfahrungen und besondere Erlebnisse in der Branche zurückzugreifen.

Soziale Fähigkeiten im Bewerbungsgespräch darstellen

Viele Bewerber sind vor einem Bewerbungsgespräch furchtbar aufgeregt und ärgern sich danach darüber, was sie alles nicht gesagt oder dargestellt haben. Doch es ist möglich, mit Soft Skills schon bei der Bewerbung zu überzeugen.

Mit diesen stechen die Bewerber aus der Masse der anderen Jobanwärter heraus, beweisen sich als individuell und für den jeweiligen Hotelberuf am besten geeignet. Wichtig ist, beim Gespräch nicht zu übertreiben. Niemand kann alles und hat sämtliche Fähigkeiten, eine bloße Aufzählung der eigenen sozialen Kompetenzen ist daher nicht zielführend.

Wichtig ist, sich auf die Stärken zu konzentrieren, wenn der Personaler fragt, welche Fähigkeiten denn vorhanden seien. Diese sollten so ausgewählt werden, dass sie wirklich für die Stelle passen.

Im besten Fall lassen sich Beispiele aus dem Alltag finden oder aus vorangegangenen Jobs, in denen diese Fähigkeiten unter Beweis gestellt werden konnten. Für Bewerber um eine Ausbildungsstelle bietet sich eventuell die Möglichkeit, aus schulischen Erfahrungen zu schöpfen.

Ein Hotelangestellter sollte daher mit Stress kein Problem haben und immer noch in der Lage sein, motiviert und zielgerichtet zu agieren. ( Foto: Adobe Stock-Krakenimages.com)

Ein Hotelangestellter sollte daher mit Stress kein Problem haben und immer noch in der Lage sein, motiviert und zielgerichtet zu agieren. ( Foto: Adobe Stock-Krakenimages.com)

Soft Skills für den Beruf üben

Die nötigen Fähigkeiten für den gewünschten Hotelberuf lassen sich im Alltag trainieren, wobei die Selbstreflexion immer an erster Stelle stehen muss. Was kann ich besonders gut? Wo liegen meine Stärken und welche Kompetenzen sind noch ausbaufähig?

Eine Potenzialanalyse kann sinnvoll sein und stellt eine Basis für die geplante Entwicklung der Persönlichkeit dar. Allerdings muss zum Punkt der Entwicklung auch gesagt werden, dass diese immer nur begrenzt möglich ist.

Manche Eigenschaften sind dem Menschen in die Wiege gelegt und aus einem introvertierten, sehr sensiblen Menschen wird auch durch viel Training keine „Rampensau“. Es gilt daher, im Zuge der geplanten Persönlichkeitsentwicklung Ziele zu definieren, die erreicht werden sollen.

Wo soll die Reise einmal hingehen, welche methodischen und sozialen Fähigkeiten sollen später einmal besonders ausgeprägt sein? Wer das weiß, kann gezielt üben und weiß besser, worauf es wirklich ankommt.

Danach heißt es nur noch: Üben und nochmals üben! Ob im Berufsleben oder im privaten Bereich: Immer wieder bieten sich Gelegenheiten, um mit anderen Menschen in Kontakt zu kommen und um hierbei die sozialen Fähigkeiten zu trainieren. Wer darauf Wert legt, sollte zum Beispiel Freunde oder Verwandte um ein regelmäßiges Feedback bitten.

Was hat sich geändert, was ist geblieben? Im Prinzip wird aus dem Training ein lebenslanges Lernen, das von Veränderungen und Anpassungen geprägt ist. Die Erfahrungen, die im privaten Bereich gemacht werden und die Stärken, die hier zutage treten, können im Berufsleben nur förderlich sein.

Fazit: Unternehmen setzen auf Teamfähigkeit, Kommunikationsstärke und soziale Kompetenzen

Ebenso wichtig wie fachliche Kompetenz sind für Unternehmen die sogenannten Soft Skills. Diese sozialen Fähigkeiten können im privaten Umfeld trainiert und im beruflichen Leben angewendet werden.

Personalern kommt es schon bei der Durchsicht der Bewerbungsunterlagen darauf an, genau diese Fähigkeiten zu erkennen und erfragen sie dementsprechend auch beim Bewerbungsgespräch. Oftmals sind sie sogar wichtiger als reines Fachwissen.

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