Abenteuerurlaub: So kann nichts schief gehen!

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Ein Abenteuerurlaub ist schon ein wenig aufregender und mitunter auch gefährlicher als ein üblicher Hotelurlaub am Strand. Wer die Welt aktiv erleben will, sollte die folgenden Tipps beachten.

Abenteuerurlaub: Deutschland und andere Reiseziele völlig neu erleben

Ein Abenteuerurlaub lässt sich kurz beschreiben: Hier erlebt der Urlauber Reiseziele völlig neu, ist nah an der Natur und muss meist keine separaten Aktivitäten planen. In der Regel ist der Reisende ohnehin sehr aktiv, besteigt Berge, nutzt die Angebote zum Wasserwandern oder erlebt wilde Tiere einer Safari. Wer aber alle diese und weitere Reiseziele weltweit sicher erleben will, sollte eine entsprechende Vorsorge treffen und sich vor der Planung der Reise vor Augen führen, was eine Abenteuerreise eigentlich ist.

Erlebnis- und erinnerungsträchtig: Der Urlaub für Entdecker

Wer schon einmal eine Abenteuerreise gemacht hat, weiß genau: Dies ist ein Urlaub, der auf ewig in Erinnerung bleiben wird. Dabei muss er nicht unbedingt gefährlich sein, auf den Himalaja führen oder einmal quer durch die ganze Welt gehen. Auch hierzulande gibt es genügend Reiseziele, die sich im Rahmen eines Abenteuerurlaubs erleben lassen.

Teilweise können Risiken und Gefahren mit dem Urlaub verbunden sein, die Ziele wechseln teilweise täglich. Auch bezogen auf die Zeit gibt es für einen Abenteuerurlaub Abweichungen zum normalen Urlaub: Meist dauert er länger, geht über drei, vier Wochen oder sogar einige Monate.

Verschiedene Möglichkeiten stehen für einen Abenteuerurlaub zur Wahl:

  • unterwegs zu Fuß oder mit dem Fahrrad
  • Überlandreisen zu Fernzielen
  • Besuch von Lost Places bei Städtereisen
  • Ethno-Reisen
 Wer schon einmal eine Abenteuerreise gemacht hat, weiß genau: Dies ist ein Urlaub, der auf ewig in Erinnerung bleiben wird. ( Foto: Shutterstock- Denis Moskvinov)

Wer schon einmal eine Abenteuerreise gemacht hat, weiß genau: Dies ist ein Urlaub, der auf ewig in Erinnerung bleiben wird. ( Foto: Shutterstock- Denis Moskvinov)

Klassischer Abenteuerurlaub auch für Familien

Generell gilt: Wer mit der ganzen Familie Natur und Welt entdecken möchte, sollte unbedingt gut geschützt in den Abenteuerurlaub starten. Das heißt, dass bei der Reise mit Kindern andere Vorsichtsmaßnahmen ergriffen werden müssen, als wenn jemand als Single oder nur mit dem Partner unterwegs ist. Vor allem im Hinblick auf die medizinische Vorsorge muss bei der Urlaubsplanung ein Kind anders berücksichtigt werden.

Sicherlich sind auch Rucksackreisen mit Kind nicht immer ideal, allerdings kommt es auch auf das Alter des Kindes an. Muss es noch die ganze Zeit getragen werden oder ist es bereits selbst gut zu Fuß unterwegs?

Beim Abenteuerurlaub für Familien wird es eher um Entspannung und Abschalten vom Alltag gehen, weniger um ein echtes Abenteuer im Dschungel. Die Aktivitäten können daher anders geplant werden, die Ferien sind nicht auf das Bewältigen von Gefahren ausgelegt. Viele Familien buchen daher ein festes Hotel als Unterkunft und überlegen sich verschiedenen Aktivitäten, die sie von hier aus starten. Das Hotel ist sozusagen die Basis, zu der sie immer wieder zurückkehren.

Neben dem Wanderurlaub kommen auch Schiffsreisen mit der ganzen Familie in Betracht. Auch dabei handelt es sich nicht um einen echten Abenteuerurlaub, wenngleich viele Eltern behaupten, dass die Kreuzfahrt mit Kind Abenteuer genug sei. Vor der Buchung der Reise sollte genau überlegt werden, wohin selbige führen soll: Erst einmal die Fahrt in den Gewässern Deutschlands proben? Oder direkt auf dem Amazonas starten?

In jedem Fall ist einer der wichtigsten Tipps zum Reisen mit Kindern, dass diese bestenfalls zu ihren Wünschen befragt werden sollten. Eine Kreuzfahrt kann zum echten Horrortrip werden, wenn die Kleinen davon nicht begeistert sind und ihrer schlechten Laune freien Lauf lassen!

Video: Seit 2 Jahren mit 5 Kindern im Van um die Welt – trotz Schulpflicht

Abenteuerurlaub: Wohin soll’s gehen und was muss mit?

Für den Abenteuerurlaub stehen verschiedene Reiseziele zur Auswahl. Sie bieten unterschiedliche Aktivitäten und führen teilweise auf ganz andere Kontinente. Wer nicht gleich nach Australien, Brasilien oder Nepal reisen mag, schaut sich vielleicht erst einmal die Ziele in der Nähe an. Ein aktiver Urlaub ist auch hier möglich, wobei gerade der Ökotourismus groß im Kommen ist.

Ziele für Abenteuerreisen

Die Abenteuerreise kann kommen, wenn das passende Reiseziel gefunden wurde! Wer schon immer mal in Afrika oder Peru unterwegs sein wollte, kann dieses Vorhaben mit einem Urlaub für Abenteurer in die Tat umsetzen. Dabei gilt es zu entscheiden, ob es sich um einen Wanderurlaub als Backpacker handeln soll oder um eine geführte Reise. Letztere muss nicht zwingend eine Abenteuerreise sein, denn wer die Welt nur vom Bus aus betrachtet, erlebt ein Abenteuer in sehr engen Grenzen.

Natürlich muss auch niemand zu Fuß durch die Savanne stapfen, um dort Löwen und Antilopen hautnah zu erleben. Ein gesundes Mittelmaß ist gefragt und wird seitens der Reiseanbieter auch in der Art offeriert. Werden die Reisen selbst organisiert, hilft der Austausch mit anderen Abenteurern, die schon einmal vor Ort waren. Was ist gefährlich, worauf sollte geachtet werden?

Video: Unterwegs auf der Seidenstraße – Abenteuer Freiheit | Ganze Folge Terra X

Tipps für einen gelungenen Abenteuerurlaub

Damit wirklich nichts schiefgehen kann, folgen hier einige Tipps für das Reisen quer durch die Welt, um all die herrlichen Reiseziele in einzigartiger Natur zu entdecken. Ein Tipp vorweg: Es ist wichtig, die Reisebegleitung gut auszuwählen! Nur dann, wenn diese wirklich passt, wird der Urlaub Freude machen. Ähnliche Interessen sind wichtig, jedoch muss nicht zwingend der gleiche Wagemut vorhanden sein. Vielmehr kann dieser sogar gefährlich werden, wenn am Ende niemand da ist, der vor einer möglichen Gefahr warnt.

Zudem helfen diese Tipps:

  • Reisedomizil wählen

    Entsprechend der geplanten Etappen sollten Übernachtungsmöglichkeiten vorab geklärt werden. Oder, für ganz Abenteuerlustige: Die Reise wird angetreten und erst vor Ort wird eine Unterkunft gesucht. Das kann allerdings in der Hauptsaison schwierig werden, daher sollten ausreichende Informationen zu den verfügbaren Unterkünften eingeholt werden.

  • Auslandskrankenversicherung abschließen

    Wenn eine solche noch nicht vorhanden ist, sollte die Auslandskrankenversicherung nun unbedingt abgeschlossen werden. Innerhalb Europas übernimmt die normale Krankenkasse oft zahlreiche Leistungen, doch außerhalb des Kontinents sieht es anders aus. Wer hier nicht ohne Versicherungsschutz bei einem Unfall oder einer Erkrankung dastehen möchte, sollte sich rechtzeitig darum kümmern.

  • Transport vor Ort klären

    Ein Mietwagen bietet die größtmögliche Freiheit für alle, die nicht gerade ausschließlich zu Fuß oder mit dem Bike unterwegs sein wollen. Bei der Anmietung unbedingt auf den Versicherungsschutz achten!

    Wenn in den Bergen etwas geschieht, ist ein Transport mit dem Krankenwagen wahrscheinlich ( Foto: Shutterstock- OlenaPalaguta)

    Wenn in den Bergen etwas geschieht, ist ein Transport mit dem Krankenwagen wahrscheinlich ( Foto: Shutterstock- OlenaPalaguta)

  • Kreditkarte mitnehmen

    In vielen Ländern und Regionen ist es sinnvoll, besser nicht zu viel Bargeld in der Tasche zu haben. Die Kreditkarte sollte jedoch ebenfalls sinnvoll gewählt werden, denn bei manchen Banken fallen hohe Gebühren für Auslandsabhebungen an.

  • Visum beantragen

    Wer in der Welt herumkommen möchte, braucht ein gültiges Visum oder je nach Land zumindest einen Reisepass. Letzterer muss vor der Einreise in das Zielland noch mindestens sechs Monate gültig sein. Rechtzeitig an die Verlängerung denken!

  • An Impfungen denken

    Die Welt kann ein gefährlicher Ort sein und vielfach gibt es Krankheiten, mit denen wir in Deutschland nie in Kontakt kommen. Häufig ist der ausreichende Impfschutz sogar Voraussetzung für die Einreise. Wichtig ist, auf den vollständigen Impfschutz zu achten (inklusive Nachimpfung), sodass mit der Erstimpfung schon einige Monate vor der geplanten Reise begonnen werden muss.

    Die Welt kann ein gefährlicher Ort sein und vielfach gibt es Krankheiten, mit denen wir in Deutschland nie in Kontakt kommen. (Foto: Shutterstock-FamVeld  )

    Die Welt kann ein gefährlicher Ort sein und vielfach gibt es Krankheiten, mit denen wir in Deutschland nie in Kontakt kommen. (Foto: Shutterstock-FamVeld )

  • Budget setzen

    Für die meisten Reisen wird ein Budget festgelegt, das nicht allzu stark überschritten werden sollte. Das gilt auch bei Abenteuerreisen, die je nach Gestaltung günstiger oder deutlich teurer (durch Flüge, Führer vor Ort etc.) werden können. Ausflüge müssen entsprechend des Budgets geplant werden. Was dieses deutlich übersteigt, kann dann nicht stattfinden.

  • Bank informieren

    Wer keine Pleite erleben will, sollte unbedingt seine Bank informieren, dass demnächst Buchungen aus dem Ausland auftreten werden. Viele Banken sperren ein Konto, wenn Auslandsbuchungen oder Buchungen, die nicht zum üblichen Muster des Kunden passen, auftreten. Es ist zudem empfehlenswert, für solche Fälle gewappnet zu sein und eine zweite Kreditkarte mitzuführen.

  • Alles checken

    Die Reise ist gebucht, die Tasche gepackt. Vor der Abfahrt sollte unbedingt noch einmal geprüft werden, ob wirklich alles stimmt. Ist das Gepäck nicht schwerer, als es die Fluggesellschaft erlaubt? Ist der Impfnachweis eingepackt? Wurde an Visum und Pass für alle Reisenden gedacht? Im besten Fall wird vorab eine Liste erstellt, auf der alle Details erfasst wurden und die nun abgehakt werden kann.

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

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