Longboard für Kinder: 10 Tipps, ohne die es einfach nicht geht

0

Das Longboard für Kinder ist nicht zuletzt im Urlaub ideal, denn die langen Spaziergänge der Eltern werden damit deutlich aufregender. Aber ist nun Longboard oder Surfskate besser? Und wie viel Zoll sollte das Longboard haben?

Longboard für Kinder: Auf den Stil kommt es an

Der Stil macht’s beim Longboard und nein, damit ist nicht die Farbe des Boards gemeint, auch wenn die Auswahl hier nichts zu wünschen übrig lässt. Das perfekte Longboard für den Brettsport der Kinder passt zu deren Körpergröße ebenso wie zum Können und zu den gewünschten Fahrstilen.

Longboards wurden eigentlich von Surfern entwickelt, die nicht nur auf dem Wasser unterwegs sein wollten, sondern die den Spaß auch auf der Straße suchten. Nachdem die ersten Longboards auf den Markt kamen, waren sie der Renner und gerieten dann aber in Vergessenheit. Heute hingegen sind sie wieder groß in Mode und vor allem bei Kindern und Jugendlichen beliebt.

Sie sind übrigens das perfekte Fortbewegungsmittel im Urlaub, wenn Mama und Papa wieder einmal endlos lange Spaziergänge machen, die für ein Kind doch sehr wenig aufregend sind. Mit dem Longboard haben Kinder viel mehr Spaß an diesen Märschen auf der Strandpromenade!

Eltern sollten ungefähr wissen, was das Kind mit dem Longboard machen möchte und den passenden Stil auswählen  ( Foto: Shutterstock-_Mark Nazh)

Eltern sollten ungefähr wissen, was das Kind mit dem Longboard machen möchte und den passenden Stil auswählen ( Foto: Shutterstock-_Mark Nazh)

Sportgerät oder Fortbewegungsmittel: Individuelles Longboarden möglich

Die folgenden Varianten des Longboards für Kinder sind verbreitet, wobei sie nicht alle für Anfänger geeignet sind:

  • Cruiser

    Cruiser sind am häufigsten im Einsatz und sind besonders als Transportmittel geeignet. Sie haben Maße zwischen 22 und 32 Zoll und besitzen große, weiche Rolle. Das kleine Longboard ist ideal für unterwegs und lässt sich gut mitnehmen, größere Boards hingegen sind stabiler und auch für hohe Geschwindigkeiten geeignet.

  • Carver

    Das Carving Longboard ist für surfähnliche Bewegungen geeignet. Es ist länger und besitzt weichere Achsen, das Carven wird damit einfacher. Ideal für leichte Turns!

  • Freeride Longboard

    Das Freeride ist symmetrisch geformt und kann sowohl vorwärts als auch rückwärts gut fahren. Für ein vielseitiges Longboarden ideal!

    Auch für große Kinder eine super Sache (Foto: Shutterstock-Jacob Lund )

    Auch für große Kinder eine super Sache (Foto: Shutterstock-Jacob Lund )

  • Downhill

    Wer maximalen Speed und eine hohe Stabilität sucht, ist mit dem Longboard gut beraten. Wichtig sind hier unbedingt Protektoren und der Helm!

  • Surfskate

    Die Vorderachse rotiert beim Surfskate, was für das Longboarden ein extremes Sliden und Carven bedeutet. Wer das Gefühl haben will, auf der Straße zu surfen, nutzt ein Surfskate.

  • Dancer Longboard

    Das Deck ist hier besonders lang, die Lauffläche optimal breit. Hohe Geschwindigkeiten sind möglich, gleichzeitig ist die Fahrstabilität sehr hoch. Das Dancer Longboard ist auch für längere Touren geeignet und damit der perfekte Begleiter für einen (vermeintlich) langweiligen Urlaub!

Wer sich unsicher ist, ob der Brettsport überhaupt für das Kind infrage kommt und wer mehr Informationen zu den einzelnen Skatestyles wünscht, sollte sich im Fachgeschäft oder online beraten lassen. Das Longboarden macht Spaß, doch auch die Sicherheit darf dabei nicht vergessen werden. Daher: Auf ein passendes Longboard für Kinder bitte ebenso achten wie auf die nötigen Protektoren!

Video: Das beste LONGBOARD der Welt? TuTo Longboard Review – Test [Deutsch/German]

10 Tipps für den Kauf des perfekten Longboards

Die folgenden Tipps für das perfekte Longboard sind für alle Eltern gedacht, deren Kinder den Brettsport – das Longboarden – ausprobieren wollen und die dazu die nötigen Informationen rund um das ideale Longboard suchen. Wichtig beim Lesen von Empfehlungen in Tests: Diese werden häufig von Shops gegeben, in denen die jeweiligen Boards auch verkauft werden.

Solche Tests sind freilich nicht aussagekräftig und nicht mit Tests von unabhängigen Experten vergleichbar. Wichtig sind bei Kauf auf jeden Fall diese Punkte:

  1. Passenden Style auswählen

    Eltern sollten ungefähr wissen, was das Kind mit dem Longboard machen möchte und den passenden Stil auswählen (Informationen dazu: siehe oben).

  2. Rollenhärte wählen

    Die Härte der Rollen wird mit 78A bis 86A angegeben, je härter die Rolle, desto höher die Zahl. Weiche Rollen sind für unebene Straßen mit Steinen gut geeignet, härtere Rollen für glatte Untergründe und hohe Tempi.

  3. Ideale Rollengröße wählen

    Für Kinder sind Rollen mit 70 mm gut geeignet, kleine Rollen beschleunigen besser und lassen sich leichter abbremsen. Große Rollen erreichen höhere Geschwindigkeiten.

  4. Lieber breitere Rollen wählen

    Hat das Longboard breitere Rollen, können Kinder damit weniger schnell fahren, die Reibung und der Grip sind höher. Für Anfänger ist das positiv, denn sie können somit natürlich auch besser abstoppen.

  5. Ideale Boardlänge

    Die Länge sollte beim Longboard für Kinder zwischen 90 und 100 cm betragen, das Fahren ist damit entspannt und sicher möglich.

  6. Auf wenig Flex achten

    Fortgeschrittene Skater nutzen eine höhere Flexibilität, für Anfänger ist diese nicht so wichtig bzw. sollte das Longboard eher wenig Flex haben. Der Fahrer steht damit sicherer und fester auf dem Board.

  7. Passende Achsenmontierung

    Unterschieden wird zwischen dem Top Mount und dem Drop-Through. Beim Top Mount ist die Achse von oben verschraubt, was ähnlich einem Skateboard ist. Schnelles Beschleunigen und abruptes Abbremsen sind damit schwerer. Der Abstand zum Boden ist groß. Beim Drop-Through wird das Deck mit seiner Unterseite an der Achse befestigt, was über eine Ausfräsung möglich ist. Für Kinder ist diese Variante die bessere, denn das Longboarden erlernt sich damit leichter.

  8. Ideale Breite

    Eltern sollten ungefähr wissen, was das Kind mit dem Longboard machen möchte und den passenden Stil auswählen (Foto: Shutterstock- yanik88 _)

    Eltern sollten ungefähr wissen, was das Kind mit dem Longboard machen möchte und den passenden Stil auswählen (Foto: Shutterstock- yanik88 _)

    Die Kauftipps für das neue Longboard müssen natürlich auch die Breite des Boards beinhalten. Kinder bis zwölf Jahre sollten ein Board haben, das bis 17 cm breit ist. Bis zu einer Körpergröße von 1,60 m sollte das Board 18,5 cm nicht übersteigen. Danach folgt ein Longboard mit bis zu 19 cm, das auch noch für Erwachsene gut geeignet ist. Breitere Boards eignen sich zum Erlernen des Longboardens besser, schmalere lassen leichtere Kunststücke zu.

  9. Auf den passenden Schutz setzen

    Wie auch beim Fahrradfahren kommt es auf den Helm an! Dieser muss gut sitzen und sollte unbedingt vor dem Kauf anprobiert werden. Außerdem sind Protektoren wichtig: Knie, Hände und Ellenbogen müssen vor Verletzungen geschützt werden, denn Kinder fallen beim Skaten häufig mit einem hohen Tempo auf den gepflasterten Untergrund.

  10. Preis

    Ein gutes Longboard für Anfänger sollte nicht zu teuer sein. Dennoch dürfen absolute Billigmodelle nicht infrage kommen, denn bei ihnen geht der Preis zulasten der Qualität. Ein gutes Longboard für Kinder kostet zwischen 120 und 200 Euro.

Ein Longboard für Kinder sollte zwischen 90 und 100 cm lang sein. Für Kinder unter einem Meter Körpergröße sollte das Deck 16,5 bis 17 cm breit sein.  (Foto: Shutterstock-Wallenrock )

Ein Longboard für Kinder sollte zwischen 90 und 100 cm lang sein. Für Kinder unter einem Meter Körpergröße sollte das Deck 16,5 bis 17 cm breit sein. (Foto: Shutterstock-Wallenrock )

Häufige Fragen zu Longboards für Kinder

Welches Longboard für mein Kind?

Das Longboard für Kinder muss bezogen auf das Gewicht passend sein, nicht zu schwer und nicht zu leicht. Es soll ausreichend breit sein, damit es eine stabile Lage hat.

Außerdem sollten die Rollen einen Durchmesser von 70 mm haben, dieser garantiert gute Rolleigenschaften. Die Drop-Through Montageform ist ebenfalls wichtig für eine tiefe Straßenlage.

Wie lang Longboard für Kinder?

Ein Longboard für Kinder sollte zwischen 90 und 100 cm lang sein. Für Kinder unter einem Meter Körpergröße sollte das Deck 16,5 bis 17 cm breit sein.

Ab Schuhgröße 34 und bis zu einer Körpergröße von 1,35:
Das Board sollte 17,8 cm breit sein.

Kinder zwischen neun und zwölf Jahren und bis zu einer Körpergröße von 1,60 m:
Das Longboard sollte 18,5 cm Breite haben.

Jugendliche ab 13 Jahren sowie Erwachsene:
Diese benötigen ein Longboard mit einem Deck von 19 cm.

Das Longboard ist besser für längere Distanzen geeignet, außerdem ist der Skater damit schneller unterwegs.  (Foto: Shutterstock- LightField Studios)

Das Longboard ist besser für längere Distanzen geeignet, außerdem ist der Skater damit schneller unterwegs. (Foto: Shutterstock- LightField Studios)

Vorsicht:
teilweise sind die Breiten auch in Zoll angegeben.

Welches Longboard ist am besten für Anfänger?

Häufig wird das Choke Longboard als das beste Modell für Anfänger empfohlen. Die Drop-Through Achsen sind besonders tief und bieten damit ein hohes Maß an Stabilität und Komfort. Das Fahren ist sehr sicher.

Wer nicht nur cruisen, sondern auch erste Tricks probieren möchte, ist mit dem Low Boy Board gut beraten.

Was ist besser, ein Skateboard oder ein Longboard?

Das Longboard ist besser für längere Distanzen geeignet, außerdem ist der Skater damit schneller unterwegs. Die Rollen des Longboards sind kleiner und können auch über kleine Steine besser hinwegfahren. Das Skateboard ist eher für kurze Strecken und zahlreiche Tricks geeignet. Es braucht einen glatten Untergrund möglichst ohne Steine.

Über den Autor

Rebecca Liebig

Rebecca Liebig ist gerade im achten Monat schwanger. Voller Vorfreude auf ihr Baby genießen sie und ihr Mann die spannende Zeit. Von der ersten Übelkeit bis hin zu den Bewegungen ihres Mädchens halten sie alles fest. Schließlich möchte man sich später ja auch an diese Zeit erinnern. Bei der Planung des Kinderzimmers gehen die Vorstellungen zwar auseinander. In einem sind sich Rebecca und ihr Mann jedoch einig: Die aufregende Zeit wollen sie so richtig genießen. Rebecca plant, drei Jahre mit ihrer Tochter zu Hause zu bleiben. Auch ihr Mann möchte zwei Monate Elternzeit nehmen.

Lassen Sie eine Antwort hier